Michael’s Ultimative Liste

Heute eine Ultimative Liste zu folgendem Thema:
SSDs, die man einbauen sollte!
Über die letzten Jahre habe ich so einige SSDs in meine Macs gebaut und getestet und eines gleich vorneweg. Ich möchte nie wieder einen Mac mit einer herkömmlichen Festplatte benutzen und ich kann jedem nur anraten auf eine SSD zu wechseln. Zumindest für das System, die Apps und die am häufigsten verwendeten Daten. Alles andere kann auf die Time Capsule oder eine externe Festplatte – intern würde ich, wenn irgend möglich nichts Rotierendes verbauen – einfach wegen dem Lärm. Sofern ihr nicht gerade einen Mac Pro verwendet, bekommt man jeden aktuellen Mac mit Hilfe einer SSD (fast) lautlos.
Und bevor ihr jetzt losrennt und eine SSD kauft – SSD ist nicht gleich SSD und so erschreckend wie es ist – viele haben noch die ganzen Mythen aus den Anfangstagen des Flash-Speichers im Kopp und da halten sie sich verdammt hartnäckig.
Drum hier noch einmal kurz eine kleine Hirn-Aufräumaktion:
Bei neues SSDs ist TRIM unter OS X völligst überflüssig. Punkt. Sofern die SSD nicht von Anfang an eine Macke hatte, werdet ihr sie nicht kaputt kriegen. Also durch den normalen Betrieb, bei vielen ist im noch im Kopp, dass man die ja nur so oft beschreiben kann und dann war es das. Ihr müsstet täglich die Platte drei mal komplett beschreiben und wieder löschen und sie dieser Tortur mehr als 10 Jahre aussetzen. Ihr besitzt also garantiert vorher einen neuen Mac.
Und jetzt zu den SSDs.
Und ja ich weiß – die kosten. Aber erstens purzeln die Preise und zweitens rede ich nicht vom Einbau von SSDs in ein altes PowerBook, mit dem die Oma ihre Mails mit Photos von den Enkeln erhält und auf der Webseite vom Landfrauenverein rumsurft.
Ich rede von Arbeitsgeräten. Und wenn ich nur noch 3 Sekunden auf Photoshop warten muss anstatt 13, dann habe ich die Kosten und vor allem Nerven dafür verdammt schnell wieder drin.
Kingston
Ich hatte in den letzten Jahren drei von denen und alle drei haben innerhalb weniger Wochen komplett den Geist aufgeben. Eine SSD kann kaputt gehen – keine Frage. Wenn aber eine Firma gleich drei mal ausfällt, dann will ich nicht mehr. Punkt.
Intel
Intel baut solide SSDs zum vernünftigen Preis. Wer wert auf ultimative Performance legt ist bei Intel falsch. Wer etwas vernünftiges und solides benötigt – macht mit Intel nichts falsch. Wer einen Mac mit S-ATA II Anschlüsse für die Laufwerke hat, der greife zur 320er Serie – beste Mischung aus Preis und Platz ist wohl die Variante mit 160 GB. Wer einen neueren Mac mit S-ATA III besitzt, der kann zur 510er Serie greifen – ich würde es nicht empfehlen. Für die Preise gibt es Schnelleres.
Samsung
Samsung hat schon solide herkömmliche Festplatten gebaut und sie bauen auch solide SSDs für den etwas schmaleren Geldbeutel. Wer nur einen S-ATA II Anschluss besitzt und keine ultimative Geschwindigkeit erwartet, der kann zu einer Samsung greifen – hat dann aber in aller Regel eine langsamere SSD als Apple verbaut – und das will was heißen. Irgendwie ist Samsung die Feinripp unter den SSDs – manche macht das wohl glücklich.
Corsair
Ich kann Corsair nur empfehlen. Sehr gute SSDs zu fairen Preisen. In den Macs, bei denen es mir nicht auf das letzte Millisekündchen Zeitvorteil ankommt – da werkelt eine Corsair SSD. Corsair hat momentan noch keine S-ATA III Platte im Angebot – aber gute Zugriffszeiten für den S-ATA II Anschluss. Mit der Corsair Force CSSD-F120GB2-BRKT kann man nichts falsch machen. Und auch die große mit 256 GB ist eine gute Wahl, wenn man nicht den neusten Mac besitzt und Platz benötigt.
Crucial
Crucial baut sehr gute SSDs und hat auch mit der 300er Serie welche für den S-ATA III Anschluss. Wer nur einen S-ATA II Anschluss besitzt, der greife lieber zu einer Corsair, wer schon mit S-ATA III ausgestattet ist und gerade nicht das nötige Kleingeld für eine 240 oder 256 GB SSD hat, der nehme die kleine Crucial RealSSD C300 einfach wegen der guten Zugriffszeiten (die sich auch an einem S-ATA II Anschluss bemerkbar machen, falls Geld nicht das Problem darstellen sollte). Wer Platz und Geschwindigkeit braucht, der sollte nicht unbedingt zur 256 GB Variante greifen, sondern zur nächsten und letzten Firma.
OCZ
Tja, was soll ich sagen – OCZ baut die schnellsten SSDs, die man für Geld kaufen kann. Punkt. Und im Vergleich sind sie dann auch nicht so viel teurer. Ich habe jetzt seit kurzem die OCZ Vertex 3 in meinem 2011er MacBook Pro und die sticht selbst die Crucial C300 gewaltig aus. Aber bitte aufpassen – nur die 240 GB Variante. Die 120 GB OCZ ist viel langsamer – sogar langsamer als die 128er Crucial, nicht beim Schreiben und Lesen großer Dateien – aber für den Alltagsgebrauch sind die Zugriffszeiten viel wichtiger. Also – wenn OCZ, dann die Vertex 3 in der großen Ausführung und mit den Ohren schlackern. Photoshop CS5 inkl. aller erdenklichen Plug-ins auf einem 2011er 17” MacBook Pro in weniger als 2 Sekunden einsatzbereit. Safari ist schneller gestartet, als das Icon im Dock nur anfangen kann zu hüpfen. Ich will nichts anderes mehr :–)

Und ja, das hier alles ist meine kleine subjektive Meinung. Ich habe weder irgendwelche Schreib- und Zugriffszeiten nachgemessen, noch habe ich irgendwelche ausgeklügelten Tests entwickelt. Ich habe mit den Platten gearbeitet. Und ich arbeite viel. Mir kommt es nur auf das ‘Gefühl’ an. Und mit meiner jetzigen OCZ fühle ich mich wohl. Verdammt wohl. Genauso wie mit der Corsair in meinem MacBook Pro für unterwegs, da reicht die dicke …
-
von vomkreuzberg als Favorit markiert
-
von apfelplusz gepostet