Die klingen, die Briten!

Sie können keine Autos bauen, ihr Humor ist nicht jedermanns Sache, Design Made in UK gibt es auch nicht wirklich, das mit der Mode war mal und über Fußball und Essen reden wir erst gar nicht.
Aber eines können sie – sie klingen die Briten. Gute Musik kommt aus England und die besten Lautsprecher der Welt kommen aus Sussex. Und die sehen sogar halbwegs gut aus. Schlicht und mit einem Auge fürs Detail. Und was an der Qualität der Autos fehlt, wird gebündelt in den Produkten von Bowers & Wilkins wieder gut gemacht.
Nachdem ich mir neulich schon nach langem Überlegen die MM-1 für meinen Schreibtisch gegönnt hatte, da war es ja eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis ich dann auch bei den P5 schwach werde. Ich mach’ mir nichts aus Geld und bis auf ein paar Macs zuviel (eigentlich ja alles Arbeitsgerät/Werkzeug) habe ich keine Laster. Und ich bin alles – nur nicht geizig. Dinge kosten. Gute Dinge kosten mehr. Punkt.
Aber selbst ich ertappe mich beim Überlegen, wie viel man für Lautsprecher ausgeben kann. Und Kopfhörer sind Lautsprecher für die Ohren. Aber womit ich mich selber immer wieder überzeuge ist, womit ich eigentlich alles begründe:
Ich arbeite 12/16 Stunden am Tag und mein oberstes Ziel ist schlicht und einfach gute Arbeit abzuliefern. Arbeit, in der Liebe steckt. Und dazu braucht man die passenden Werkzeuge. Deswegen gibt man auch Unsummen für einen Stuhl oder die Espresso Maschine, den Tisch, den Rechenknecht und die Stifte aus. Und ohne Musik kann ich nicht arbeiten – deswegen gebe ich dafür ja auch Unsummen aus.
Und gute Musik verlangt nach guten Lautsprechern. Auch für die Ohren. Ich hab’s mir abgekauft. Und B&W baut die besten Lautsprecher, auch für die Ohren.
Und das sind sie. Nicht am iPhone (aber das liegt an den schlechten Wandlern) – dafür aber am iPod und an einem Kopfhörer-Vorverstärker (ja, der ist auch Arbeitsgerät). Sauber, trocken, und eben nicht das übliche mit mehr Höhen und mehr Bässen, wie es selbst Sennheiser und Co verbrechen. Für Scherhörgeschädigte sind sie nichts. Aber man soll damit ja auch nicht auflegen, sondern genießen.
Und das kann man. Sie sind leicht, stabile und man kann sie den ganzen Tag aufbehalten. Für iPhone und iPad gibt es ein extra Kabel, welches die Qualität aber etwas drückt und auch wenn man es kann und B&W auch damit wirbt – für mich sind das keine Kopfhörer, die ich in der U-Bahn aufhaben würde.
Das einzige Manko – aber das ist B&W typisch – die Briten haben kurze. Zu kurze. Kurze Kabel. Zu kurze Kabel. Aber dafür ganz leicht austauschbar und von grandioser Klangqualität.
Wer sich also mal etwas gönnen (und das meine ich genau so) möchte und Wert auf Qualität und vor allem Klang, gepaart mit Tragekomfort legt, der kann bei den P5 von Bowers & Wilkins zugreifen und wird es nicht bereuen und etwas für die Ewigkeit erhalten.
Falls ihr jetzt noch eine Idee habt, wie ich es der Finanzministerin schonend beibringen kann, dann nur her damit …